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Startseite >> Schulprojekte >> Theater und Schule >> „Oliver Twist“ ganz privat!

Schüler machen Zeitung - auch in der Gesamtschule Eppendorf!

Nachzulesen im Hamburger Abendblatt. Folgen Sie dem unten stehenden Link...
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„Oliver Twist“ ganz privat!

Schüler befragen Thorsten Hierse, den „Oliver Twist“ vom Thalia Theater.
Der 9-jährige Frederik und die ebenfalls 9-jährige Julia, gehen in die vierte Klasse der Gesamtschule Eppendorf und haben die einmalige Gelegenheit den Hauptdarsteller des Theaterstücks „Oliver Twist“ zu interviewen. Das Stück nach dem Roman von Charles Dickens, in der Inszenierung von Henning Bock, läuft dort in der aktuellen Spielzeit. Der junge Gastschauspieler Thorsten Hierse (25) ist gerade im 5. Semester der Schauspielschule in Hannover und hat sich Zeit für die Schüler des Wahlpflichtkurses „Darstellendes Spiel“ genommen, um ihnen Rede und Antwort zu stehen.

Warum schauspielerst du?

Thorsten Hierse: Weil ich großen Spaß daran habe. In der Schule habe ich damit angefangen und nach meinem Studium in Göttingen bin ich auf die Schauspielschule gekommen.

Hast du eine Lieblingsrolle?

Ja, es ist ein Zweipersonenstück, „Die Einsamkeit der Baumwollfelder“, das ich in Göttingen am Studententheater gespielt habe.

Wie lange habt ihr für „Oliver Twist“ geprobt?

Für das Theaterstück „Oliver Twist“ haben wir 2 bis 3 Wochen geprobt, weil es nicht viel Text gab, den ich lernen musste. Und bei den Proben lernt man den Text automatisch.

Wie lange spielst du das Stück „Oliver Twist“ schon im Thalia?

Wir spielen Oliver Twist jetzt schon seit September. Ich bin nur durch Zufall vom Thaliatheater gecastet worden.

Wann war dein erster Bühnenauftritt?

Das war mit 17 oder 18.

Auf welche Schauspielschule gehst du?

Ich gehe seit Winter 2004 auf die Schauspielschule Hannover, da ich in der Nähe geboren bin.

Wie bist du auf die Idee gekommen Schauspieler zu werden?

Ich bin zufällig in der Schule darauf aufmerksam geworden, weil man für ein Stück einen Jungen in meinem Alter gebraucht hat, der jonglieren konnte und, weil ich es konnte, haben sie mich genommen.

Hast du schon mal Ärger bekommen, weil du etwas falsch gemacht hast?

T.H.: Eigentlich noch nicht, als Schauspieler ist es anders als in der Schule, wo man von Lehrern bewertet wird.

Wie ist es vor so vielen Menschen auf der Bühne zu stehen und zu spielen?

Wenn ich das Gefühl habe den Leuten gefällt es und das Publikum ist laut und lebendig, fällt es mir leicht. Wenn die Leute stören oder merkwürdig reagieren, dann fällt es mir sehr viel schwerer.

Was ist anders daran vor Kindern zu spielen als vor Erwachsenen?

Erwachsene sind viel aufmerksamer. Man muss vor Kindern lauter sprechen, aber dafür geben sie auch viel mehr Energie.

Und wie ist es zum Beispiel barfuss auf der Bühne zu laufen oder hinzufallen?

Ich mag es, aber man denkt darüber nicht nach, dass man sich einen Splitter einreißen könnte. Action auf der Bühne macht mir Spaß. Man sollte aber darauf achten z.B. sicher zu fallen, aber das geht nicht immer perfekt.

Wie lange brauchst du, um nach einer Vorstellung zu entspannen?

Bei einer Premiere brauche ich ziemlich lange, um aus der Rolle heraus zukommen, weil man bei einer Premiere viel mehr auf die Publikumsreaktion achtet als sonst. Deshalb wird es später entspannter.

Ist dir schon mal etwas Unangenehmes auf der Bühne passiert?

T.H.: Ich hatte einmal ein Black-out und hätte ein anderes Mal fast angefangen zu lachen.

Und hast du Lampenfieber?

T.H.: Ja, immer noch, aber mittlerweile kann ich gut damit umgehen. Und während des Spiels geht es weg.

War das dein erstes Interview mit Kindern?

Ja.

Text von: Johanna Wucherpfennig, 9d, Gesamtschule Eppendorf
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