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GSE-Hochsprungtag 2010

Riesenstimmung, Höchstleistungen am Fließband

1,72 m – Estefano hebt ab beim Festival der Rekorde

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Wenn einem die Superlative ausgehen, dann muss man sich die Bilder vom 4. GSE-Hochsprungtag vor Augen führen. Schade für alle, die nicht direkt dabei sein konnten!

„Ich weiß auch nicht, was mit mir los ist“, sagte Estefano Labudda (Jg.94, 10a) mit glänzenden Augen, klopfte sich kräftig auf die Oberschenkel, sog das rhythmische Klatschen aller Anwesenden und die Aufmerksamkeit der ganzen Halle ein – und setzte zum Abschluss der Veranstaltung ein Glanzlicht nach dem anderen. Nachdem er in unserer Mini-Halle bei eigentlich viel zu kurzem Anlauf mit 1,67 m einen neuen GSE-Rekord aufgestellt hatte, überflog er unter tosendem Jubel auch noch 1,70 m. Damit nicht genug: Er küsste seine Glücksbringer-Kette, hängte sie über die Hochsprung-Latte – und schaffte auch noch 1,72 m. Riesenbeifall, Jubel, ungläubiges Staunen und fassungsloses Kopfschütteln überall. Dann ließ er sogar 1,75 m auflegen. Alle drei Versuche sahen gut aus, doch für diesen Tag war das Limit erreicht.

Estefanos Leistung war aber nur der Schluss eines faszinierenden Rekordfestivals unserer Schülerinnen und Schüler, die sich in leistungsfördernder Atmosphäre von Bestleistung zu Bestleistung schwangen: Man respektierte sich gegenseitig, munterte sich auf, spornte sich an, klatschte sich ab, freute sich untereinander über jeden gelungenen Sprung oder fiel sich jubelnd in die Arme. In den je sieben Alterskategorien der Mädchen und Jungen übersprangen 16 Mädchen und Jungen die bestehenden GSE-Hallenrekorde. Eine fast unglaubliche Bilanz – denn die alten Rekorde standen bereits auf sehr hohem Niveau und konnten sich in Hamburg sehen lassen!

Auch bei den Mädchen gab es neben den Altersrekorden einen neuen Gesamtrekord. Die bisherige Bestmarke von 1,31 m wurde gleich von drei Mädchen übertroffen. Louisa Hammel (8d), Nammon Gehl (9b) und Marleen Dicks (10c) schraubten die Marke auf 1,34 m.

Alexa, Sofia, Mathilda: Feuerwerk der jüngsten Mädchen

Den Anfang machten unsere jüngsten Mädchen, die eine wahre Leistungsexplosion entfachten. Aus einer Fülle von schönen Sprüngen unserer Talente in den Jahrgängen 1999 und 1998 ragten drei Mädchen heraus, die die alten Bestmarken um vier Zentimeter steigerten. Erst sprang Sofia Fernendez-Rivera (6b) im ersten Versuch über 1,26 m, dann setzte Alexa Marcus (5d) als 99-Siegerin nach und schließlich schaffte das auch Mathilda Jeschke (6c), wodurch es sogar zum Dreikampf über 1,30 m kam, an denen alle dann knapp scheiterten. Sofia war damit die strahlende 98-Siegerin vor der höhengleichen Mathilda, die sich über die Silbermedaille freute.

Jungen-Rekorde durch Chris, Haffiz und Marvin

Da wollten die parallel in der anderen Hallenhälfte springenden Jungen nicht nachstehen: Christian Kuhlmann (5c) steigerte als 99-Sieger die GSE-Bestmarke auf 1,18 m, Vizemeister Pascal Zengel (5a) egalisierte mit 1,14 m den alten Rekord. Im Jahrgang 1998 gab es das Duell des kleinen Haffiz Abdullahi (6b) mit dem langen Klassenkameraden Marvin Sachs – beide stellten den GSE-Rekord mit 1,26 m ein, beide wurden Erster bei gleicher Anzahl von Fehlversuchen.

Stark: Melanie, Natalie, Jesse und Jusef

Starke Leistungen bot auch der Jahrgang 1997. Besser als die diesjährigen Sieger war in den Vorjahren nur je ein Mädchen und ein Junge. Melanie Hoffmann (7a) forderte überraschend die technisch deutlich verbesserte Favoritin Natalie Kania (7b) heraus und gewann: Beide übersprangen 1,26 m, allerdings hatte Melanie bis dahin eine blitzsaubere Serie ohne Fehlversuch, während Natalie diese Höhe im zweiten Versuch schaffte. Auch hier war bei 1,30 m Schluss.
Bei den Jungen hatte Vorjahressieger Jesse Korcenietz (7b) neue Konkurrenz bekommen. Jusef Touahir führte mit im ersten Versuch übersprungenen 1,32 m, so dass Jesse auch noch 1,36 m springen musste, um zu gewinnen – und er hat es geschafft.

Louisas 1,34 m: Neuer Gesamtrekord

Ganz stark war im Jahrgang 1996 der Auftritt von Louisa Hammel (8d), die im ersten Versuch 1,30 m überflog und dann den alten Gesamt-Mädchenrekord von Nammon Gehl aus dem Jahr 2007 angriff. Im zweiten Versuch war es passiert, 1,34 m geschafft, erst 1,36 m waren diesmal noch zu hoch. Dahinter freuten sich gleich drei Mädchen über sehr gute 1,26 m.
Bei den Jungen waren einige gemeldete Topspringer nicht erschienen, so dass Nazim Kayalioglu (7b) mit ordentlichen 1,36 m einen sicheren Sieg einfahren konnte.

Höhenjagd im Jahrgang 1995: Patrick und Cecelia retten sich zum Sieg

Unerwartet starke Konkurrenz bekam unser Hamburger Vizemeister Patrick Lücht im Jahrgang 1995, nachdem mit Philipp Teichmann der Hamburger Ex-Meister verletzungsbedingt absagen musste. Patrick wurde von Dominik Baumgarn und Stephan Saloth (beide 9e) voll gefordert. Stephan übersprang mit 1,52 m ebenso wie Dominik und Patrick im ersten Versuch die Höhe, mit der Patrick im September Hamburger Vizemeister geworden war – und wurde doch nur Dritter. Patrick schwang sich dann im zweiten Versuch über 1,56 m und fühlte sich schon als Sieger – doch dann zog Dominik im dritten Durchgang nach. Es musste 1,60 m aufgelegt werden. Das schaffte diesmal keiner, so dass Patrick aufgrund der Fehlversuchsregel höhengleich mit Dominik Erster wurde.

Vier Mädchen freuten sich, als bei 1,26 m die Latte liegen blieb, also ging es an den bestehenden Altersrekord von 1,30 m. Cecelia Ritterbusch (9c) schaffte das im zweiten Versuch, Jasmina Hoffmann (9c) im dritten Versuch – das gab den Ausschlag, weil beide an den folgenden 1,34 m knapp scheiterten.

Auch Nammon und Marleen über 1,34 m

Anders als in den Vorjahren zeigten diesmal auch unsere ältesten Mädchen Ehrgeiz und waren in Rekordlaune. Im Jahrgang 1994 zog die gerade von Louisa Hammel entthronte Gesamtrekordlerin Nammon Gehl (9b) nach und überflog 1,34 m. Das war der Sieg. Berit Landgraf (10c) und Mandy Reinke (10b) stellten als Platzierte den alten Jahrgangsrekord von 1,26 m ein.

Im Jahrgang 1993 gab es ein spannendes Duell zwischen Kim Kowalewski (10b) und Marleen Dicks (10c). Zunächst sprang Kim im ersten Versuch mit 1,30 m einen neuen Jahrgangsrekord, doch Marleen zog sofort nach. Marleen steigerte sich dann als drittes Mädchen des Tages auf den GSE-Gesamtrekord von 1,34 m, während Kim ganz knapp scheiterte und Zweite wurde.

Und während Estefanos grandiose Flugshow ablief, gingen die anderen starken Leistungen der älteren Jungen fast unter: Dennis Gorsantovs (8a) sprang 1,56 m im Jahrgang 1994, Challi Kanteh (10d) und Paul Grünsch (10b) schwangen sich über 1,54 m. Insgesamt übersprangen zehn Jungen Höhen von 1,50 m und mehr!

52 gemeldet: Großes Aufgebot für das Hamburger Hallenmeeting

Aufgrund der teilweise überragenden Leistungen sowohl in der Spitze als auch in der Breite werden wir mit einem sehr großen Aufgebot beim Hamburger Hochsprung-Hallenmeeeting am Donnerstag (25.02.) antreten und versuchen, einen Schulpokal zu gewinnen. 52 Jungen und Mädchen sind gemeldet worden. Damit möglichst kein Unterricht ausfallen muss, wurde die Veranstaltung am Nachmittag angesetzt.

Danke unseren Pensionären!

Auch bei unserem Hochsprungtag wurde Wert darauf gelegt, dass möglichst wenig Unterricht ausfallen muss. Deshalb wurden die Jahrgänge nacheinander abgewickelt. Großer Dank geht an unsere Pensionäre Fiete Kagel, Volker Schönstedt und Klaus Wichers, die zusammen mit Felix Raiser und Kerrin Heinsohn im Wechsel mit Janosch Heimann, Janette Friebertshäuser und Daniela Schild als Kampfrichter-Team, unterstützt von einigen SchülerInnen, durch die Wettkämpfe führten, Dank geht besonders auch an alle, die beim frühen Aufbauen und späten Abbauen mitgeholfen haben!

Peter Stielert, Fachleitung Sport, Februar 2010

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