1. Schulbiathlon im Alpincenter Wittenburg
Als beste Laufstaffel den Sieg verschossen
So ist eben Biathlon – diese bittere Weisheit mussten sich unsere vier angetretenen Skilangläufer beim ersten Schulbiathlon im Alpincenter Wittenburg immer wieder anhören. Zwar war nach Vorlauf und Halbfinale ganz klar: Unsere Skilanglauf-Mannschaft ist Topfavorit für das Finale, wir haben mit Abstand die besten Langläufer. „Wo lernt man das in Hamburg?“ wurden wir immer wieder gefragt. Doch beim Biathlon geht es auch ums Schießen, und wer nicht trifft muss Strafrunden laufen. Elf Strafrunden im Finale waren dann eine zuviel, und so musste sich das GSE-Quartett mit Platz zwei zufrieden geben – obwohl Radio und Fernsehen schon vor dem Endlauf Siegerinterviews mit uns vereinbart hatten, standen dann eben andere – vom Gymnasium Reutershagen aus Rostock – im Mittelpunkt. Der Biathlon sollte einen schönen Abschluss unserer so erfolgreichen Skilanglauf-Saison bilden. Drei Schüler (zusammen nicht älter als 48) und ein Lehrer bildeten eine Mannschaft. 22 Mannschaften aus dem norddeutschen Raum waren am Start. Im Alpincenter Wittenburg, ca. 80 km vor Hamburg auf dem Weg nach Berlin, war eine ca. 500 m lange Loipe aus Kunstschnee gelegt worden, mit Kurven, Wellen und einem kleinen Hügel. Dazu ein Schießstand: Mit Lasergewehren wurde geschossen, die Zielscheiben wurden wie beim „großen Biathlon im Fernsehen“ auf Großbildleinwände eingeblendet, ebenso wie die Läufer an verschiedenen Stellen der Runde. Jeder hatte sieben Schuss für fünf Ziele. Während im Vorlauf und Halbfinale noch alles nach Plan lief – wir gewannen souverän mit mehreren Minuten Vorsprung, besonders die Schüler beeindruckten mit blendender Skating-Technik – kam im Finale das böse Erwachen. Startläufer Thorbjörn Käppeler (12. Klasse) kam zwar wieder mit Riesenvorsprung an den Schießstand und schoss superschnell – traf aber keine einzige Scheibe. Nach seinen fünf Strafrunden übergab er mit knappem Rückstand als Zweiter an Björn Falkenhain (9b). Der überholte sofort seinen Rostocker Konkurrenten, schoss sicher, musste nur einmal in die Strafrunde und übergab mit Riesenvorsprung an Lehrer Peter Stielert. Doch ausgerechnet beim „alten Hasen“ begannen nun die Nerven zu flattern. Am Schießstand brauchte er in der Aufregung Ewigkeiten, bis er seine Hände aus den Stockschlaufen hatte – plötzlich war der Verfolger bereits neben ihm. Dann zitterten die Hände so sehr, dass er nur eine Scheibe traf und viermal in die „Ehrenrunde“ musste, während sein Kontrahent nur eine Strafrunde absolvieren musste und dadurch in Führung ging. Der Rückstand war dann so groß, dass unser überragender Schlussläufer Yannick Ossey (9a) superschnell laufen und schießen musste, um eine Chance zu haben. Das tat er dann auch, er ging volles Risiko – aber eine Scheibe blieb dann doch stehen, und das bedeutete: Eine Strafrunde zuviel. Beinahe hätte Yannick das Unmögliche doch noch möglich gemacht, aber der Riesenpokal für die Siegerstaffel wanderte nach Rostock.
Peter Stielert, Fachleitung Sport, 09.03.2010
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